GLASUREN


Können mich schier zur Verzweiflung bringen & ärgern, für positive wie negative Überraschungen sorgen, mein Durchhaltevermögen strapazieren und mich um den heissen Ofen herumzappeln lassen, für Glücksmomente sorgen und eine Art "Jagdfieber" wecken, das keine Ruhe gibt, bis ich das Resultat habe, das ich mir wünsche!

Natürlich gibt es viele tolle Fertigglasuren zu kaufen - manche sehen in den Katalogen oder auf den Websites ganz wunderbar aus und sind es dann auch, wenn sie aus dem Ofen kommen, bei anderen erlebt man herbe Enttäuschungen...

Die erste Glasur, die mich tüchtig geärgert hat, ist heute eine meiner Lieblings-Rakuglasuren! Aber bis es soweit war, brauchte es viele Brände... Auf dem Bild nebenan zeigt sie sich in ihrer ganzen Pracht (Raku "Shinju" von Laguna Clay).

Glasuren sind teilweise launische "Wesen", die auf Wetterlagen genauso wie auf ihre "Nachbarn" im Brennofen und je nach Tonsorte anders reagieren können. So ist es immer eine Überraschung, den Ofen nach dem Glasurbrand zu öffnen und bis es soweit ist, bleibt auch nach vielen Bränden noch immer spannend!

Auch die Art des Brennens hat einen Einfluss auf die Glasuren. Im Elektroofen herrscht ein relativ neutrales Brennklima - viele wunderschöne Glasuren, gerade auch für Porzellan aber bekommen ihren Reiz erst durchs Brennen in reduzierender Atmosphäre (Sauerstoff-Entzug), wie es nur in einem Holzbrand- oder Gasofen möglich ist.

Einen ganz besonderen Reiz hat es, Glasuren selber herzustellen! Angefangen habe ich mit Rakuglasuren, die relativ einfach zu mischen sind - aber dann hat es mich "gepackt", als ich eine Hochbrandglasur gesehen habe, die man zudem nirgends kaufen konnte!

Auf den folgenden Seiten werde ich Rezepte und Erfahrungen teilen.

 

Die von mir verwendeten Glasuren für Ess-/Trinkgeschirr sind alle lebensmitteltauglich/säurefest.